Klavier. Raum. Ruhe.

Sanfte Soundscapes tragen dich in eine klare, entschleunigte Gegenwart – als würdest du durch ein feines Farbspektrum gleiten.

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Prismatic Lights ist meine persönliche Synthi-Instrumental-Erzählung – eine Reise durch Klangfarben, wie ich sie seit meiner Jugend in mir trage. Als ich mit etwa zwölf zum ersten Mal Oxygène von Jean-Michel Jarre hörte, war das mehr als „nur Musik“: Es war Ruhe, Energie, Staunen – eine Wirkung, die sich schwer in Worte fassen lässt. In meinen späten Teenagerjahren wurde daraus ein Ritual: Abends hörte ich im WDR die Sendung Schwingungen – und fand darin einen Raum, in dem der Kopf still werden konnte. Damals ist der Traum entstanden, einmal selbst eine „echte“ Platte zu machen: nicht als Skizze, sondern als fertiges Werk.

Viele Jahre später bekam dieser Traum eine neue Tiefe. Nach einem einschneidenden Verlust 1999 wurde Musik für mich wieder zu einem Ort, an dem Gefühle einen Ausdruck finden konnten, ohne erklärt werden zu müssen. Ich setzte mich ans Klavier, improvisierte, suchte – und fand über das Spielen nach Gehör zurück zu mir. Als ich 2000 begann, mir Schritt für Schritt ein Studio aufzubauen, entstanden daraus nach und nach Stücke, die mich stabilisiert und begleitet haben. Prismatic Lights wurde am Ende ein Album aus zwölf Tracks – und diese Zahl war für mich kein Zufall: zwölf Stunden, zwölf Monate, zwölf Zeichen – und auch die Idee eines geschlossenen Kreises, der aus einzelnen Teilen besteht, die zusammen ein Ganzes ergeben.

Ein Schlüsselmoment kam im Sommer 2003 am Gardasee. Zwischen Sport, Ruhe und Kultur verdichteten sich die Gedanken: Struktur und Ganzheitlichkeit, Naturwissenschaft und Empfinden, Ordnung und Atmosphäre. In einer Ausstellung zur Farbenlehre Goethes fand ich die Sprache, die ich gesucht hatte – und zugleich das Bild, das später zum Cover wurde. Die Idee des Prismas, das Licht in sein Spektrum auffächert, wurde zum Symbol für das Album: Musik als hörbares Farblicht, als harmonische Landschaften, die gleichzeitig beruhigen und beleben können.

Klanglich ist Prismatic Lights eng mit einem Instrument verbunden, das mich bis heute begleitet: dem Roland XV-88. Die Sounds dieses Synthesizers hatten für mich etwas Erdendes und zugleich Schwebendes. Aus vorhandenen Presets formte ich meinen eigenen Ton – einen warmen, kernigen Klang mit weicher Textur, der viele Passagen des Albums trägt. So ist Prismatic Lights nicht nur eine Sammlung von Stücken, sondern ein zusammenhängender Klangraum: geprägt von Jugendinspiration, persönlicher Verarbeitung und dem Wunsch, Musik so zu gestalten, dass sie dich mitnimmt – ruhig, farbig, und dennoch vertraut.

12 Titel, ca. 68 Minuten Spielzeit

Experience ist eine melancholische, kontemplative Solopiano-Reise – Musik für den Abend, wenn der Tag leiser wird und Gedanken langsam auslaufen dürfen. Entstanden ist sie aus einer besonderen Zeit in Schweden: Von Dezember 2003 bis Ende Februar 2004 lebte ich in Malmö, am Westhafen (Västra Hamnen) – in unmittelbarer Nähe zu dem Ort, an dem der Turning Torso damals gerade in seine finale Bauphase ging. Noch präsenter war für mich jedoch der Blick auf die Öresundbrücke: besonders zum Sonnenuntergang, wenn Licht, Wasser und Himmel für einen Moment wie stillzustehen schienen. Diese Stimmung – Weite, Ruhe, ein Hauch Sehnsucht – wurde zum inneren Kompass für die Musik.

Die emotionale Grundierung von Experience hat sich über die Zeit davor aufgebaut: Erlebnisse und Begegnungen, die nachklingen, auch wenn sie nicht in jeder Hinsicht geblieben sind. In Malmö hat sich vieles davon gebündelt und in eine klare Form gefunden – nicht als Tagebuch, sondern als Klang. Neben den offenen, herzlichen Menschen und den intensiven Eindrücken, die diese Monate geprägt haben, war da auch dieses leise persönliche Dazwischen: Momente von Nähe, von Hoffnung, von unausgesprochenen Möglichkeiten. Gerade diese Zwischentöne haben ihren Weg in die Musik gefunden, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.

Experience ist Solopiano-Musik, die entschleunigt, einen ruhigen Resonanzraum öffnet und den Abend mit Wärme und Tiefe füllt – als Begleiter für stille Stunden, zum Ankommen, zum Loslassen, zum Durchatmen.

Das Coverfoto stammt ebenfalls aus dieser Malmö-Zeit und wurde von mir selbst aufgenommen – nur wenige Minuten Fußweg von dem Business-Apartment entfernt, in dem ich damals am Westhafen gewohnt habe. Damit trägt Experience nicht nur die Erinnerung an diese Wochen in sich, sondern auch ein Stück ihres realen Lichts.

5 Titel, ca. 18 Minuten Spielzeit